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Die Lehrerin - Dokumentarfilm über ADHS in der Schule inklusive Praxistipps

Veröffentlicht: 01.07.2026


Zusammenfassung des Filmes

Cornelia Bellmann ist seit 22 Jahren Lehrerin. Aktuell unterrichtet sie die Klasse 5f im Winterthurer Schulhaus Langwiesen. Sie liebt ihren Beruf über alles und freut sich jeden Tag darauf, in die Schule zu gehen.


In ihrer Kindheit hatte sie oft das Gefühl, anders zu sein als andere Kinder. Sie fragte sich daher oft, was mit ihr nicht stimmt. Ihr wurde auch unterstellt, sie schauspielere eine Person, die sie nicht ist, dabei versuchte sie nur, sich den anderen Kindern anzupassen. Diese gespielte Person entsprach natürlich nicht ihren eigenen Gefühlen. Heute versteckt sie sich nur noch selten hinter einer „Maske“, beispielsweise in neuen Situationen oder vor Leuten, die sie nicht gut kennt. Da versucht sie, so zu agieren wie Leute ohne ADHS. Seit ihrer eigenen ADHS-Diagnose hat sie eine Erklärung für viele ihrer Eigenheiten und Probleme und kann damit etwas lockerer umgehen. Sie denkt, eine frühere Diagnose hätte ihr in ihrer Kindheit und Jugend sehr helfen können.


Als Lehrperson ADHS zu haben nimmt Conny als grosse Bereicherung wahr. Sie hat durch ihr ADHS ein feines Gespür für ihre Kinder und nimmt alles wahr, was im Klassenzimmer passiert. Es kommt ihr auch sehr entgegen, dass ihr Alltag als Lehrerin sehr abwechslungsreich ist. Sie hat besonders gerne Kinder, die irgendwie speziell sind. Bei diesen Kindern das „Knöpfchen“ zu finden, das man drücken muss, damit sie lernen können, findet sie eine tolle Herausforderung.


Hat Cornelia bei einem Kind den Verdacht auf ADHS, hat sie viele Hilfsmittel zur Hand. Zum Beispiel gibt es bei ihr im Klassenzimmer runde Kissen mit Luft drin, auf die die Kinder sitzen können, oder einen kleinen pieksigen Ball für in die Hand. Die Kinder dürfen aber auch eine Runde um das Schulhaus rennen. Meist hilft dies schon und dann lässt sie es dabei bewenden.


Wenn ein Kind wirklich Probleme im Unterricht hat, spricht sie es mit den Eltern an. Schwierig ist es dabei vor allem für Kinder, bei denen die Eltern ADHS als Krankheit sehen oder eine ADHS-Diagnose nicht wahrhaben wollen. Auch darum geht sie mit ihrer eigenen Diagnose sehr offen um. So sehen die Kinder, dass man auch mit ADHS etwas erreichen kann.


Cornelia findet, dass eigentlich alle Kinder in einer Schulklasse zu kurz kommen. Sie gibt sich daher auch besonders Mühe, die ruhigeren Kinder zu erreichen, und nicht nur die lauten. Der Beziehungsaufbau ist für sie generell das wichtigste Hilfsmittel. Sie probiert aus, fragt nach, gibt Ideen weiter und interessiert sich für die Themen und Probleme ihrer Kinder. Sie macht sich aber auch gerne mal „zum Affen“, denn wenn man immer nur ernst ist und „Stopp“ sagt, hört irgendwann auch niemand mehr zu. Zu ihren Werkzeugen gehören auch diverse Duft-Sprays, einen „Anti-Zicken-Spray“, einen „Schlau-Spray“, den sie vor Prüfungen anwendet und einen „Anti-Trödel-Spray“, der wahre Wunder wirkt. Manchmal, wenn gar nichts klappen möchte, probiert sie es einfach am nächsten Tag nochmals. Vielleicht geht’s ja morgen besser.


Cornelia findet, es würde allen Kindern helfen, wenn die Lehrpersonen besser geschult wären im Umgang mit Schülern, egal ob ADHS-Kinder oder nicht. Sie bildet sich darum immer weiter, ob LOA, ADHS-Coach, an der PH oder mit Sachbüchern. Sie spricht auch viel mit anderen ADHS-Betroffenen und erkundigt sich, was für sie in ihrer Schulzeit schwierig war. So hat sie viele Ideen in petto für ihre eigenen Schüler.


Für die Zukunft wünscht sich Cornelia viele weitere Lehrkräfte, die ihren Beruf nicht nur als Job, sondern auch als Berufung sehen.

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